Rechtsschutzversicherung
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Rechtsschutzversicherung Bausteine
Rechtsschutzversicherung Bausteine
Bausteine der Rechtsschutzversicherung
Weil eine Rechtsschutzversicherung eine sinnvolle Sache sein kann, aber bekanntermaßen recht teuer ist, lohnt es sich doppelt und dreifach, sich vorher eingehend über die Konditionen und Beiträge der einzelnen Anbieter zu informieren. Hierbei kann man seine Kosten um einiges senken und durch kluge Auswahl der einzelnen Bereiche selbst bestimmen.
Was ebenfalls zu einer deutlichen Beitragssenkung führt, ist die Selbstbeteiligung, auch Selbstbehalt genannt. Hierbei verpflichtet sich der Versicherungsnehmer, entweder pro Fall oder pro Jahr eine bestimmte Summe der Kosten selbst zu übernehmen. Bevor man hier unüberlegte Angaben macht, ist jedoch eine genaue Prüfung der persönlichen finanziellen Verhältnisse notwendig, denn schließlich muss man sicher sein, die Kosten im Ernstfall auch tatsächlich übernehmen zu können.
Je höher der Selbstbehalt, desto niedriger die monatlichen Beiträge bei der Rechtsschutzversicherung. Die meisten Versicherungsnehmer vereinbaren einen Selbstbehalt zwischen 150 und 250 Euro, auf Wunsch sind jedoch auch höhere Summen möglich, was natürlich die Beiträge deutlich senkt. Neben der finanziellen Situation ist die Einschließung des Selbstbehalts in die Rechtsschutzversicherung auch von dem persönlichen Umfeld und der jeweiligen individuellen Situation abhängig. Je nach Lebenssituation kann man nämlich vorher schon abschätzen, ob es voraussichtlich häufiger zu Streitfällen kommen wird oder nicht.
Das muss nicht an einem selbst liegen, sondern an den Personen, mit denen man tagtäglich zu tun hat. Auch Außendienstmitarbeiter, die häufig beruflich unterwegs sind, müssen öfter mit Streitfällen im Verkehr rechnen. Dann kann sich ein vorher vereinbarter Selbstbehalt teuer auswirken. In solchen Einzelfällen ist es wahrscheinlich sinnvoller, lieber von vornherein höhere Beiträge zu zahlen und dafür auf den Selbstbehalt zu verzichten. Eine weitere Möglichkeit, an den Beiträgen zu sparen, ist die Kombination der Rechtsschutzversicherung mit einer Haftpflichtversicherung. Diese Kombinationen werden auch von einigen Versicherungsgesellschaften angeboten und sind in der Regel kostengünstiger als zwei Einzelversicherungen.
Neben der Rechtsschutzversicherung für Privatpersonen gibt es auch noch die sogenannte Firmenrechtsschutzversicherung für Selbständige. Bei dieser Firmenrechtsschutzversicherung werden alle Bereiche im Zusammenhang mit dem Gewerbe versichert. Das schließt zum Beispiel Streitfälle bei Unfällen mit Firmenfahrzeugen ein sowie Streitigkeiten mit einzelnen Mitarbeitern. Inbegriffen ist auch die Wohnungsrechtsschutz für sämtliche zum Gewerbe gehörenden Gebäude. Eine Firmenrechtsschutzversicherung ist für Selbständige überaus wichtig und sollte im Zweifelsfall immer einer Privatrechtsschutzversicherung vorgezogen werden.
Es gibt zwar auf dem Versicherungsmarkt auch eine private Rechtsschutzversicherung für Selbständige, jedoch ist hier kein Unterschied zu einer normalen privaten Rechtsschutzversicherung festzustellen. Für Streitfällen, die mit der Firma zu tun haben, nützt diese Versicherung gar nichts, der Versicherungsnehmer wird in dem Fall keine Leistungen erhalten. Wer seine Familie zusätzlich mit absichern möchte, kann zwar die private Rechtsschutzversicherung für Selbständige wählen, muss jedoch zur Absicherung des Gewerbes zusätzlich eine Firmenrechtsschutz abschließen.
In der Firmenrechtsschutz sind im Grunde alle Bereiche einer privaten Rechtsschutzversicherung, übertragen auf das Gewerbe inbegriffen. Bei der Firmenrechtsschutz wird im Vergleich zu der Privatrechtsschutz lediglich eine einzige Ausnahme gemacht. Dies betrifft den Vertragsrechtsschutz. Beim Vertragsrechtsschutz geht es um Streitfälle in Bezug auf Vertragsverletzungen von Seiten der Kunden oder Auftraggeber sowie natürlich nicht beglichene Forderungen. Sollte es in solchen Fällen zu Streitigkeiten kommen, muss der Versicherungsnehmer diese Kosten selbst tragen.